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Donnerstag, 21. März 2013
Viele Fragezeichen nach Unitymedia-Ausfall
Veröffentlicht in
Viele Fragezeichen nach Unitymedia-AusfallNach Angaben einer Unternehmenssprecherin waren am Dienstagabend nach 17.49 Uhr rund 80.000 Haushalte in den Bereichen Hamm, Unna und Kamen über Stunden nicht mit mehr Fernsehen, Telefon und Internet versorgt. Ursache war laut neuesten Informationen aus dem Hause Unitymedia übrigens nicht ein durchtrenntes Glasfaserkabel in Kamen. Tatsächlich soll einem Sprecher zufolge ein von der Dortmunder Stadtwerketochter DOKOM21 angemietetes Glasfaserkabel in Dortmund-Grevel mit Gewalt aus einem Kabelschacht gerissen und auf vorbeiführende Eisenbahnschienen gelegt worden. Fraglich blieb, ob das lange und schwere Kabel schon dabei zu Bruch ging oder beim Überfahren durch einen Zug. Ebenso unbekannt blieb, ob es ich um Vandalismus handelte oder um erfolglose Kupferdiebe. Die Täter seien flüchtig, sagte der Sprecher am Mittwoch weiter. Warum Kamen - mit einer Baustelle nahe eines Unitymedia-Knotenpunkts - mehrfach als Ausgangspunkt genannt wurde, ließ sich im Unternehmen zunächst nicht beantworten.

Pikant: DOKOM21 wirbt auf seiner Internetseite damit, dass "alle aktiven Komponenten der Access- und SDH-Technik in geschützten Gebäuden installiert" seien. Das Netz sein "sehr sicher verlegt, unter anderem in Trassen der Stadtbahn, die zum Teil mit Kameras überwacht werden. Damit ist das DOKOM21 Netz vor Vandalismus geschützt."

Immerhin: Fernsehen konnte am späten Dienstagabend mittels einer Notlösung wieder überall möglich gemacht werden. Beim Telefon und Internet stellte sich eine Wiederherstellung der Signale allerdings deutlich komplizierter dar, erklärte eine Unitymedia-Sprecherin: "Das ist eine aufwändigere Arbeit als die Reparatur eines Kupferkabels." Die Techniker waren seit dem Abend intensiv dabei, den Schaden zu beheben. Um kurz vor 12 Uhr kam die Meldung, dass Reparaturarbeiten abgeschlossen seien.

Unmittelbar nach der Störungsmeldung am späten Dienstagnachmittag waren laut Unitymedia sogenannte "Einspeisewagen", die im Verbreitungsgebiet stationiert sind, losgeschickt worden, um zumindest die TV-Versorgung wiederherzustellen. Ab etwa 20.30 Uhr waren Fernsehsender daher in weiten Teilen dadurch nach und nach wieder zu empfangen.

Dass es ein weiteres Problem am Knotenpunkt Hamm gebe, wie zunächst gemeldet, bestätigte sich indes nicht. Ebenso wenig, dass das Problem durchs Ruhrgebiet bis nach Aachen reichte. Auch konnte zunächst nicht genannt werden, warum das Kabel durchtrennt wurde. Inwieweit auch andere (Kabel-)Anbieter Probleme hatten, war zunächst nicht ganz klar. Es gab unterschiedliche Meldungen. Entgegen anderslautender Aussagen habe es bei der Hamcom jedoch keinen Ausfall aufgrund des defekten Kabels geben, erklärte Unternehmenssprecher Martin Köster.
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